Gewalt kann in diesen Formen auftreten

Der Kurs „evangelische Religion“ der 9. Klasse beschäftigt sich die letzten Wochen mit dem Thema Gewalt. In einer Stunde haben sie Beispiele von Gewalt in verschiedene Formen eingeteilt, diese Themen haben sie sich genauer angeschaut. Jetzt lesen sie in welchen Formen Gewalt in unserem Leben auftreten kann.

Eine Form davon ist die physische Gewalt, oder auch körperliche Gewalt. Sie wird gegenüber anderen Menschen ausgeübt. Man spricht von physischer Gewalt wenn jemand körperlich verletzt wird, sprich schlagen, treten, mit etwas werfen, mit den Fäusten oder Gegenständen jemanden prügeln, Attacken mit Waffen, usw. Derjenige, der von dieser Gewalt betroffen ist, nennt man Opfer. Bei physischen Gewalt ist es anders als bei anderen Formen von Gewalt, denn hier erkennt man meistens deutlich, dass an einem körperliche Gewalt angewendet wurde.

Das Gegenteil der physischen Gewalt ist die psychische Gewalt oder auch seelische Gewalt genannt. Hier werden die Gefühle von jemandem verletzt. Man sagt dazu auch, dass die Seele verletzt wird. Hier kann man zum Beispiel im Internet, in der Schule, aber auch an vielen anderen Orten psychischer Gewalt zum Opfer werden. Die häufigsten Formen der psychischen Gewalt sind Drohungen, Nötigungen und Angst machen. Weitere sind Beschimpfungen, Abwertungen, Belästigungen, Mobbing und viele mehr. Man erkennt an einem Opfer der psychischen Gewalt ganz schwer, ob Gewalt angetan wurde, aber wenn dann meist an Gestik und Mimik. 

Dann gibt es da noch die offene- und die verdeckte Gewalt. Im Gegensatz zur offenen Gewalt will man bei der verdeckten Gewalt jemandem schaden und dabei nicht entlarvt werden. Ein Beispiel dafür ist Mobbing, bei dem das Mobbingopfer heimlich gemobbt werden kann. Anders ist es bei der offenen Gewalt. Hier wird offensichtlich an jemanden Gewalt angewendet. Ein Beispiel hierfür ist, wenn jemand auf dem Pausenhof oder an einem anderen Ort körperlich verletzt/angegangen wird. So bekommen es viele andere mit. Das ist auch das Schlimme vor allem an der verdeckten Gewalt, da man manchmal schlecht nachweisen kann, wer zum Beispiel der Mobber ist. Bei offener Gewalt erkennt man zum Glück sofort die Lage und es können andere Leute reagieren und helfen.

Eine etwas andere Form ist die strukturelle Gewalt. Zur strukturellen Gewalt gehören alle Formen von Diskriminierung, wie die ungleiche Verteilung von Einkommen und Ressourcen, Bildungschancen und Lebenserwartungen und somit alles, was andere Menschen daran hindert, ihre Möglichkeiten voll zu entfalten. Strukturelle Gewalt wird von den Betroffenen oft nicht wahrgenommen, da eingeschränkte Lebenschancen oft nicht mit gesellschaftlichen Machtverhältnissen und benachteiligenden Strukturen in Verbindung gebracht werden. Ein Beispiel hierfür ist, dass viele Menschen in afrikanischen Ländern keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben und Hunger leiden müssen.

Bei der Gewalt gegen sich selbst neigen manche Jugendliche dazu, Aggressionen gegen sich selbst zu richten. Formen von selbstaggressivem Verhalten sind Selbstverletzungen, Suizidhandlungen und Magersucht. Betroffene brauchen Hilfe. Sich ritzen, schneiden, die Haare ausreißen oder sich mit heißem Wasser oder Zigaretten verbrennen sind Selbstverletzungen. Da bei Betroffenen der spannungslösende Effekt mit der Zeit nachlässt, nehmen die Selbstverletzungen oft zu. Ursachen für Selbstverletzungen sind häufig Konflikte innerhalb der Familie, mit Freunden oder anderen. Oft leiden die Betroffenen auch an psychischen Problemen. Gegen sich selbst gerichtete Aggressionen können auch Folge von emotionaler Vernachlässigung oder häuslicher Gewalt sein.

Gewalt gegen Sachen: Mit dieser Gewalt ist die absichtliche Beschädigung von fremdem Eigentum gemeint. Es gibt 2 Formen: Sachbeschädigungen aus reiner Lust am Zerstören (Vandalismus) und Beschädigungen mit der Absicht, jemandem zu schaden. Gezielte Sachbeschädigungen ereignen sich häufig im Zusammenhang mit Mobbing. Um dem Mobbing-Opfer Angst zu machen oder es psychisch zu verletzen, werden persönliche Gegenstände zerstört, entwendet oder versteckt. Vandalismus ist ungezielte Gewalt gegen Sachen und richtet sich in der Regel gegen öffentliches Eigentum.

Bei der Gewalt gegen andere werden die Aggressionen bei einer anderen Person herausgelassen. Gründe hierfür können Konflikte sein, die aus einer besonderen Situation heraus entstanden sind. Schlagen, treten, boxen und vieles mehr können schlimme Folgen hinterlassen, neben körperlichen auch psychische. Oft passiert so etwas zum Beispiel beim Fußball aber auch bei anderen Sportarten. Wenn Fans schon das ein oder andere Bier intus haben und ihre Lieblingsmannschaft verloren hat, wird so der Frust an gegnerischen gewaltbereiten Fans abgelassen. Leider häufen sich die Fälle immer mehr und nicht nur im älteren Alter.

Die Präsentation zur Visualisierung finden Sie hier.

Lars Schuppe, 9c