Geschichte der Schule

Schulgebäude Goetheschule von 1908 auf einer alten Postkarte.

Schulgebäude Goetheschule von 1908 auf einer alten Postkarte.

Den Schulstandort mit dem imposanten heute denkmalgeschützten Sandsteinbau unweit der Kaiserslauterer Innenstadt gibt es bereits seit 1908 als Volkschule unter dem Namen Rupprecht-Schule.

Die Bezeichnung Goetheschule erhielt das Schulhaus erst als im Jahre 1922 einige Straßen im Bereich der Schule umbenannt wurden (so z.B. die Herzog-von-Weimar-Straße in Weimarstraße).

Auf dieser Seite lesen Sie sowohl eine kurze Information zur Geschichte der Schule als auch einen Überblick zur Entwicklung des Schulgebäudes.

Vom Wandel der Goetheschule,

ein kurzer geschichtlicher Abriss

Der kurzen Schulgeschichte vorangestellt sei die Aussage des neuen Schulinspektors bei seinem Amtsantritt 1896, Herrn Dr. Jakob Schreiber:

„Im Notwendigen Einheit,
In anderen Dingen Freiheit,
In allem aber Liebe.“

Der Kern der Aussage gilt damals wie heute und ist das aktuelle pädagogische Handlungs-prinzip der Goetheschule.

Die Goetheschule (vormals im Jahre 1908 offiziell als Rupprechtschule eröffnet) fungierte zunächst als Volksschule, in der die Schüler acht Schuljahre zu verbringen hatten. In Anerkennung der bayerischen Herrschaft (die Pfalz gehörte seit 1816 zum bayerischen Königreich) wurde die Schule nach dem damaligen bayerischen Kronprinzen Rupprecht benannt.

Mädchen und Knaben wurden damals noch getrennt unterrichtet und hatten separate Hauseingänge und gesonderte Schulhofbereiche.

Einschulungsfoto von 1914. Alle 56 abgebildeten Schülerinnen gingen damals in eine Mädchenklasse.

Einschulungsfoto von 1914. Alle 56 abgebildeten Schülerinnen gingen damals in eine Mädchenklasse.

In einem Klassenraum saßen bis zu 60 Kinder. Zeitweise wurde die Schule von 1600 Schülern und mehr besucht (im Jahr 2015 sind es ca. 500). Für den Besuch der Schule hatten die Eltern noch Schulgeld zu zahlen.

Sandsteindetail Gebäude GoethechuleDie Umbenennung der Rupprechtschule in Goetheschule fand im Zuge der Demokratisierung des Deutschen Reiches im September 1922 statt.

Während der beiden Weltkriege wurde die Goetheschule immer wieder als Lazarett und Flüchtlingslager genutzt. Erst nach 1945 diente sie wieder dem Volksschulunterricht.

Es existiert ein etwa 2-minütiger Filmausschnitt unserer Schule mit Aufnahmen aus dem Jahre 1937.

Die kurze Videosequenz thematisiert die Gleichschaltung von Schulen im Nationalsozialismus und zeigt Lehrer wie Schüler vor der Goetheschule beim Fahnenappell.

(Das Video ist nur abspielbar, wenn Ihr Browser Flash installiert hat.)

Neben vielen verschiedenen Reformen im Laufe der Jahre wurde 1957 der Besuch des 9. Schuljahres für alle Schülerinnen und Schüler durchgesetzt. 1964 wurde die Volksschule in eine Grund- und Hauptschule geteilt und 1973 die Grundschule Goetheschule aus Platzgründen aufgelöst, zumal 1974 auch noch das 10. Schuljahr eingeführt wurde.

Und mit der zunehmenden Änderung des Elternwillens – immer mehr Eltern liebäugeln mit höheren Bildungsabschlüssen für ihre Kinder – lag es nahe, neben der Bertha-von-Suttner-Gesamtschule eine weitere integrierte Gesamtschule in Kaiserslautern zu installieren. Zudem fiel die verbindliche Schullaufbahnempfehlung durch die Grundschulen ab 1992 weg und wurde in eine Laufbahnberatung umgewandelt.

Goetheschule im Jahre 2008

Goetheschule im Jahre 2008

Ein Neubau kam aus Standort- und Kostengründen nicht infrage. Daher sollte eine der städtischen Hauptschulen in eine integrierte Gesamtschule umgewandelt werden.

Die Wahl fiel auf die Goetheschule, weil sie einerseits eine Hauptschule mit tadellosem Ruf war, andererseits das Kollegium und der Elternbeirat dem Projekt – Institutionalisierung einer integrierten Halbtags-Gesamtschule – positiv gegenüber standen (Januar 1992).

Und so kam es, dass bereits mit Beginn des Schuljahres 1992/93 die Hauptschule Goetheschule schrittweise auslief und die neuen fünften Klassen dreizügig an der Integrierten Gesamtschule Goetheschule (IGS Goetheschule) installiert wurden. Zunächst wurde die IGS Goetheschule aus verwaltungstechnischen Gründen als Dependance der Bertha-von-Suttner-Gesamtschule geführt.

Am 1. August 1995 konnte sich die IGS Goetheschule von der „Mutterschule“ abnabeln und ist seit diesem Zeitpunkt eigenständig.

Der 5. Jahrgang im Jahre 2008. Die 84 Schülerinnen und Schüler wurden auf drei Klassen aufgeteilt

Der 5. Jahrgang im Jahre 2008. Die 84 Schülerinnen und Schüler wurden auf drei Klassen aufgeteilt

Festschrift „100 Jahre Goetheschule 1908 – 2008“

Wenn nun Ihre Neugier geweckt ist und Sie mehr und Näheres zur Geschichte der Goetheschule erfahren möchten, dann sei Ihnen die Festschrift 100 Jahre Goetheschule 1908 – 2008empfohlen.

Der Inhalt des Buches bietet viele Informationen zur Stadt-, Bau- und Schulgeschichte in Kaiserslautern unter besonderer Berücksichtigung der Goetheschule.

Buch: Die Festschrift mit vielen Fotos ist als Buch im Sekretariat erhältlich.

 

Geschichte des Schulgebäudes

In einer mit historischen Objekten heute nicht mehr gerade reich gesegneten Stadt, sticht ein Gebäude wie die Goetheschule sofort ins Auge. Mittlerweile muss sie allerdings ihre ursprünglich beherrschende Position an einem aufsteigenden Bergrücken im Westen der Stadt gegen den massiven Komplex des Westpfalzklinikums verteidigen.

Rupprechtschule im Jahre 1907

Rupprechtschule im Jahre 1907

Eine imposante Erscheinung ist sie dennoch geblieben.

Und hat im Laufe ihres Daseins einiges erlebt und kann viel erzählen über den Wandel der Zeit, der sich im Verlaufe von mittlerweile 107 Jahren sowohl an ihrem Äußeren (Architek-tur) als auch im Inneren (in ihrem Auftrag als Schule) vollzogen hat.

Die Notwendigkeit eines weiteren Schulgebäudes sah der Stadtrat bereits 1903, da im Zuge der voranschreitenden Industrialisierung immer mehr Familien in die Stadt strömten, denn die Betriebe versprachen viele Erwerbsmöglichkeiten. Und die Kinder benötigten eine solide Schulbildung.

Unter der Zusammenarbeit des Architekten und Stadtbaumeisters Ernst Spieß, des Bildhauers Gustav Adolf Bernd und des Schulinspektors Dr. Jakob Schreiber entstand in den Jahren 1906 – 1908 das Gebäude, das sich von den anderen bis dato entstandenen Schulgebäuden durch neue Stilelemente, die des Jugendstils, auszeichnete.

Zu nennen sind u. a. die „Wandspiegel“ der Seitenflügel, die Putztechnik und auch das Treppengeländer im Inneren.

Geschichte-des-Schulgebauudes-03

Im Folgenden sind die einzelnen Bau- und Renovierungsabschnitte und Nutzungsänderungen der Goetheschule und ihrer Nebengebäude chronologisch aufgelistet:

1906 – 1908 Errichtung des Hauptgebäudes.
1910  ̶  1911 Anbau und Bezug des südöstlichen Seitenflügels.
1913 – 1914 Anbau und Bezug des nordwestlichen Seitenflügels.
1914 – 1919 Vereinslazarett des Roten Kreuzes.
1922 Umbenennung der Rupprechtschule in Goetheschule.
1925 – 1927 Antrag, Bau und Bezug einer Turnhalle (heute Mehrzweckraum) auf dem Gelände. Erweiterung des Schulhofs.
1939 – 1946 Reservelazarett des Roten Kreuzes.
1949 – 1952   Turnhalle dient als Notunterkunft für Heimatvertriebene.
1958 – 1960   Turnhalle dient als Notunterkunft für Heimatvertriebene.
1958 Erste Innenrenovierung.
1971 Aufstockung des Turnhallennebengebäudes für eine Hausmeisterwohnung.
1974 – 1975 Bau und Bezug einer neuen Turnhalle und eines Fachtrakts auf dem Gelände. Abriss der beiden seitlichen Pavillons.
1980 Einweihung des Sportplatzes hinter der Turnhalle.
1982 Renovierung der Außenfassade und des Daches.
1983 Renovierung des Kellers durch Schüler.
1985 Gebäude inkl. Freitreppenanlage und Einfriedungsmauer wird unter Denkmalschutz gestellt.
1995 Beginn der Generalsanierung.
1997 – 1998 Erneuerung des Daches.
1998 – 1999 Umgestaltung der „alten“ Turnhalle in einen Mehrzweckraum.
Seit 2000 Sanierung des Inneren, teilweise mit Umgestaltung, Verkleinerung und Umnutzung der Säle (z. B. Einrichtung von Computerräumen, Schulbibliothek,
neue Konferenzräume bzw. Kleingruppenräume etc.).
2011 – 2014 Sanierung der Turnhalle.
2015 Bau einer Feuertreppe an den Fachtrakt.

Gebaeudeplan Goetheschule

Sanierungsbericht Teil 1
Sanierungsbericht Teil 2 (mit Schulfest Juli 2005)
Sanierungsbericht Teil 3
Bericht in der „RheinPfalz“ vom 7. 12.2005 zur Schulsanierung

Kuppel Gebäude Goetheschule

Gebäude Goetheschule Kaiserslautern

Kontaktdaten Goetheschule Kaiserslautern

Infos zur Schulwahl für Eltern

Infos zur Schulwahl für Schüler

Was ist eine IGS?

YouTube aktivieren?

Auf dieser Seite gibt es mind. ein YouTube Video. Cookies für diese Website wurden abgelehnt. Dadurch können keine YouTube Videos mehr angezeigt werden, weil YouTube ohne Cookies und Tracking Mechanismen nicht funktioniert. Willst du YouTube dennoch freischalten?