Die Kurse Darstellendes Spiel 2014 in Kusel

Wie in vielen Jahren zuvor starteten wir auch in diesem Jahr an einem herrlichen, kalten Wintertag mit zwei Bussen in Richtung Burg Lichtenberg. Guter Stimmung und voller Vorfreude trafen sich alle 70 Mitglieder der Kurse Darstellendes Spiel 7-10 mit ihren Lehrerinnen Frau Mick und Frau Lang im großen Tagungsraum und berichteten sich gegenseitig von den aktuellen Projekten und Stücken.

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Bei dieser Gelegenheit wurden gleich zwei kursübergreifende Projekte eingeführt, die das freundliche Miteinander während unseres gesamten Aufenthalts fördern und stützen sollten. Zum einen war dies das Aufstellen einer Briefbox, zum anderen loste jeder einen „geheimen Freund“. Aufgabe war, dass es dieser Person auf der Burg gut geht – was vielfältig durch kleine Gesten merklich oder unmerklich geschehen ist.

Nach einem kleinen Mittagspäuschen konnten endlich die Zimmer bezogen werden und schon ging es in die Proben – mit Herrn Kallmayer und Herrn Gutwein waren wir vollzählig. Besonders gefreut haben wir uns alle über die zusätzliche Verstärkung durch Frau Eichblatt, die zeitgleich eintraf.

Schwerpunkt der Kurse 8 und 9 ist die Arbeit am Projekt „Schule mit Courage“ – beide Gruppen arbeiten intensiv am Thema „Kindheit/Jugend im Nationalsozialismus“. Die beiden teils schon im Vorfeld geschauten Filme „Der Junge im gestreiften Pyjama“ und „Das Leben ist schön“ wurden aufgearbeitet und szenisch umgesetzt. Dies geschah bei den 8ern z.B. durch „Magic Moments“ – der Darstellung und Weiterentwicklung der für sie wichtigsten Filmszenen.

Die 9er erarbeiteten ein Tableau, das einerseits zeigte, welche Dinge für Jugendliche heute wichtig und unersetzlich scheinen und Reaktionen darauf, wenn genau diese Dinge urplötzlich weggenommen werden.

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Auch der Fotograf von der Rheinpfalz war begeistert.

Es war faszinierend, wie tief betroffen beide Gruppen durch die Thematik waren und wie intensiv und ernsthaft miteinander gearbeitet wurde. Mit ausgewählten Texten näherte sich der 9er Kurs dem „Tagebuch der Anne Frank“ am zweiten Tag und alle gemeinsam schauten die amerikanische Verfilmung vor dem Abendessen.

Der 7er DS Kurs von Herrn Kallmayer stellte traditionsgemäß Masken her, die die Kinder stolz mit nachhause nehmen durften. Am Donnerstag wurde kräftig geschminkt – auch ein wichtiger Bestandteil beim Theaterspielen.Herr Gutwein begleitete die Gruppe ins Musikantenmuseum auf der Burg – Interessantes vor der Haustür sollte man nutzen!

Für die 10er war es das letzte Mal in Kusel und auch sie erlebten die Zeit als sehr intensiv. Erstmals probten sie nun an einem schon fertigen Theaterstück, das sie noch zur Aufführung bringen wollen.

Während am ersten Abend noch lange geprobt wurde, trafen sich am zweiten Abend alle Gruppen zur Präsentation der Ergebnisse. Sich gegenseitig vorspielen ist ein wichtiger Teil unserer Kreativfreizeit in Kusel – Stichwort „Respekt“, „faires Publikum“ …

Das absolute Highlight war jedoch die Briefbox, in der tagsüber Briefe eingeworfen werden konnten, die dann abends nach Probenende und vor dem Schlafengehen von den Lehrern vor versammelter Mannschaft verteilt wurden. Bestimmt ein wichtiger Grund für die durchweg fröhliche und freundliche Stimmung.

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Auch traditionell übernahmen die 9er und 10er die Stubendurchgänge von 22 – 23 Uhr, was überwiegend gut funktioniert hat. An Verantwortung wachsen ist wichtig.

Es gäbe noch so vieles zu berichten – unheimlich tolle Warm-ups zum Fokussieren und achtsam Machen, der Austausch zwischen den Gruppen, das leckere Essen, der Abschied der 10er, öffentliche Briefe aus der Briefbox, u.v.m. . Alles in allem war es eine unheimlich wertvolle und erfolgreiche Zeit, in der uns Lehrern wieder einmal klar wurde, welch tolle Kinder wir haben.

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